Eisfuchs mit erbeutetem Gänseküken

Eis- oder Polarfuchs

Der Eis- oder Polarfuchs (Alopex lagopus) lebt ganzjährig in der Arktis. Während er im Winter einen dichten weißen Pelz trägt, wechselt er sein Fell und dessen Farbe im Frühjahr zu einem Braunton. Der Eisfuchs hat das wärmste Fell aller Säugetiere. Wärmer sogar als das des Eisbären. Im Winter sind sogar seine Pfoten dicht behaart. Von dieser Behaarung leitet sich sein lateinischer Name ab, denn "lagopus" bedeutet "der Hasenfüssige".
Der Eisfuchs weist ein relativ schmales Beutespektrum auf. Seine Hauptnahrung stellt in der Arktis der Lemming dar. In Jahren mit wenig Lemmingen (oder in Gebieten wie Kolguyev oder Spitzbergen wo es keine Lemminge gibt) jagt er Schneehühner, Schneehasen, Vögel sowie deren Eier.
Im Winter, wenn der arktische Schnee seine Hauptnahrung bedeckt, folgt der Polarfuchs auch Eisbären oder Wölfen und lebt von ihren Beuteresten. In der Nähe menschlicher Siedlungen sucht er auch sein Überleben auf Müllkippen.
Eisfüchse, die in der Nähe von Vogelfelsen leben, spezialisieren sich häufig auf die brütenden Seevögel als Nahrungsquelle.
Außerhalb der Paarung und Aufzucht der Jungen lebt der Eisfuchs in der Regel allein. Eisfüchse legen an sandigen Stellen Baue an, die zahlreiche Ausgänge haben. Diese Baue werden während der Aufzucht der Jungen mehrfach gewechselt. In einem Wurf können bis zu zehn Junge aufgezogen werden.

Eine Eismöwe hat ein Gänseküken erbeutet (c) C. Zöckler

Eismöwe

Die Eismöwe (Larus hyperboreus) ist eine große und kräftige Möwe mit einer Länge von 62 bis 68 cm. Sie ist rund um den Polarkreis verbreitet. Das Gefieder ist in allen Varianten sehr hell, ohne schwarze Musterung an den Flügeln oder am Schwanz. Erwachsene Vögel sind auf der Oberseite hellgrau und haben einen gelben Schnabel. Jungtiere erscheinen in einem noch helleren Grau mit rosa Spiegel und haben einen schwarzen Schnabel.
Eismöwen sind Allesfresser. Sie fangen kleinere Tiere, suchen während der Brutzeit intensiv nach Gelegen und Küken oder ernähren sich von Aas. Hauptsächlich sammeln sie die Nahrung beim Schwimmen oder Laufen ein. Sie können aber auch Fische oder kleinere Vögel während des Fluges über Wasser oder Land ergreifen. Im Winter folgen Eismöwen oftmals auch Fischereifahrzeug auf hoher See.
Dieser Vogel brütet in Kolonien oder einzeln an Küsten oder auf Felsen. Dabei bauen sie ihr Nest auf dem Erdboden oder auf einem Felsvorsprung. Gewöhnlich werden 2 bis 4 Eier gelegt. Die Gelege werden intensiv gegen Menschen und audere Prädatoren verteidigt.