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Forschung für besseren Vogel- und Naturschutz

Forschungsexpedition nach Kanin

In der letzten Juniwoche ist ein Team russischer Gänseforscher unter Leitung von Dr. Alexander Kondratyev erneut in die arktischen Brutgebiete der Wildgänse aufgebrochen. Dank der finanziellen Unterstützung durch das Vogelschutz-Komitee e.V. ist es ihnen möglich, weiterführende Untersuchungen auf der nordrussischen Halbinsel Kanin durchzuführen, die nicht nur der letzte wichtige Trittstein vor den arktischen Brutgebieten wie Yamal oder Kolguev ist, sondern wo auch Bless- und Saatgänse selber brüten.
Das Team fliegt am 24.6.2010 von St. Petersburg zunächst nach Archangelsk und vor dort weiter mit dem Schiff Richtung Kanin.

Beringte Graugans (c) H. Kruckenberg

Graugansberingung in Deutschland

Seit 2008 werden in Deutschland wieder systematisch Graugänse mit Halsmanschetten beringt. Dies geschieht in zwei Projekten sowohl in Vorpommern als auch in den westdeutschen Bundesländern Nordrhein-Westfalen, Hessen und Niedersachsen. Hier finden Sie mehr Informationen über die deutsche Graugansforschung.

Sendervogel Geert wurde wieder gesehen

Cas auf dem Weg ins Brutgebiet

Nachdem Sendervogel Kees seinen Sender offenbar in der Nähe des Jadebusen (Niedersachsen, D) verloren hat, sendet nur noch Cas. Der aber ist wohlauf und hat den Polarkreis fast schon erreicht.

Gänsezähler versinken im Schnee

Volkszählung im Gänseland

Seit den 1960er Jahren werden alljährlich Mitte Januar die Wasservögel in Europa synchron erfasst. So geschah es auch in diesem Winter am 16./17. Januar. Die Ergebnisse werden in den kommenden Wochen zunächst von den Bundesländern und Nationalstaaten zusammengefasst und später bei Wetlands International gesammelt. Auf der Basis dieser Daten werden Bestandszahlen und -trends für die Wasservogelarten ermittelt.
In diesem Winter allerdings behinderten Schnee und Eis vielerorts die Durchführung der Zählungen. Gleichzeitig hat die kalte Witterund die Vögel weit nach Westen getrieben. Traditionelle Rastplätze waren oftmals nur mit wenigen Vögel besetzt oder gänzlich verwaist.

Neu: Verteilungskarten 2006/07 und 2007/08

Die Verteilung der Beobachtungen von markierten Gänsen ist ein wichtiger Bestandsteil des Forschungsprogrammes. Naturgemäß ist die Erstellung von Karten erst einige Zeit nach den jeweiligen Wintern möglich, wenn wirklich alle Beobachtungen auch bei der Internetdatenbank www.geese.org eingegangen sind. Aktuell liegen jetzt neue Karten der Perioden 2006/07 und 2007/08 vor. Sehen Sie hier.

1AA schwarz wurde in der Slovakei beringt

Blessgänse in Slovakei markiert

Am 12. 3. 2009 wurde in der Slovakei die erste Blessgans mit einem Halsring (Code 1AA schwarz) markiert. Der Vogel war angeschossen aufgefunden worden und wurde nach erfolgreicher Pflege wieder entlassen.

Ab Herbst 2008 kommen auch Zahlen als erstes Zeichen im Code vor

Neue Halsringtypen bei Blessgänsen

Seit November 2008 kommen nun auch Zahlen als erstes Zeichen bei der Codierung der schwarzen Halsringe vor. Grund ist, dass wir nun fast alle möglichen Buchstabenkombinationen in der schwarzen Halsringserie verbraucht haben. Daher bitten wir alle Beobachter, sehr genau auf die Aufschriften zu achten und nur wirklich sichere Ablesungen auf geese.org zu melden.

Kinderzählung im Gänseland

Der Bruterfolg von Vogelpopulationen ist ein wichtiges Fakt, um die Bestandsentwicklung vorherzusagen. Deshalb erfassen zahlreiche Ehrenamtliche alljährlich den Anteil der Jungvögel in den Gänsescharen. Lesen Sie die Ergebnisse von 2006/07 hier.