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Wissenschaftliche Vogelberingung

Beringte Blessgänse werden freigelassen

Vögel werden seit über 100 Jahren für die Wissenschaft beringt. Traditionell nutzen Forscher dafür Metallringe, die an den Beinen befestigt werden und eine Aufschrift mit Nummer und dem Namen der Vogelwarte tragen. Durch die Beringungen wurden sehr viele wichtige Erkenntnisse über die Wege des Vogelzugs, Brutgebiete und Wintergebiete für fast alle Vogelarten der Welt gewonnen.

Die Metallringe liefern allerdings in den meisten Fällen nur eine Information, wenn der Ring aufgefunden wird. Normalerweise ist der Vogel dann tot. In seltenen Fällen wird ein Vogel nochmals gefangen oder der Ring mit einem Fernrohr abgelesen. Bei Wildgänsen liefern Jäger die meisten Meldungen von Metallringen. Von einem Großteil der beringten Vögel erhält man mit den Metallringen keine Rückmeldung.

Aus diesem Grund haben Forscher in den letzten 40 Jahren intensiv an Markierungsmethoden gearbeitet, die mehr als eine Meldung von dem Tier erlauben. Dafür ist es wichtig, den Vogel im Gelände wiederzuerkennen und z.B. durch eine große Beschriftung eine Markierung ablesbar zu machen. Für die verschiedenen Gänsearten wurden daher ablesbare Bein- oder Halsringe entwickelt. Für Möwen oder Rabenvögel wurden Flügelmarken entwickelt usw.

Für Europa gibt es eine Internetseite, auf der alle bekannten Farbmarkierungsprojekte verzeichnet sind. Lesen Sie hier .

Ein weiterer, derzeit noch aufwendiger Weg zu mehr Informationen ist die Verwendung von Radiotelemetrie- oder Satellitensendern.