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Saatgänseberingung auf Kolguev 2013

Mit weißem Fußring wurden junge Saatgänse markiert

Auch auf der Expedition nach Kolguev 2013 wurden erneut Saatgänse beringt. Dabei wurden die adulten Vögel - wie gewohnt - mit gelben Halsmanschetten versehen. Die Jungvögel einer großen Saatgansfamilien hingegen waren zum Fangzeitpunkt noch zu klein für Halsmanschetten und wurden daher mit weißen Fußringen markiert. Auch diese können wie alle anderen Markierungen bei geese.org gemeldet werden.

Saatgänse mit Satellitensendern

Am 18.11.08 wurden im Tagebau Groitzscher Dreieck bei Lucka/Sachsen 28 Tundrasaatgänse gefangen und mit gelben Halsbändern (L50 bis L78) markiert. Auch bekamen drei Vögel (L55, L56 und L58; alles adulte Männchen) einen Satellitensender auf den Rücken geschnallt, damit man ihre Bewegungen im Überwinterungsgebiet und später ihren Zug in die Brutgebiete verfolgen kann. Die Untersuchungen sind Teil eines seit dem Winter 2007/08 laufenden Gänseprojektes, das vom Sächsischen Landesamt für Umwelt, Landwirtschaft und Geologie und der Sächsischen Vogelschutzwarte Neschwitz finanziert und geleitet wird und wichtige naturschutzfachliche Grundlagen für ein Gänsemanagement in NW-Sachsen erbringen soll.
Der erste Fernfund wurde auch bereits gemeldet: ein am 18.11. beringter Vogel war am 19.11. bereits in der Nähe von Meißen/Sachsen (>70 km vom Beringungsort) entfernt. Der überwiegende Teil der Vögel blieb allerdings in der Nähe des Fangplatzes und konnte an den Folgetagen im Umfeld des Beringungsortes kontrolliert werden. Darunter auch zwei der drei Sendervögel. Lesen Sie hier mehr.

Saatgänse kommen in zwei Unterarten vor: Tundrasaatgans (Foto) und Waldsaatgans

Beringungsaktion im Oderbruch

Im Herbst 2007 konnte mit Unterstützung der niederländischen Gänsefängervereinigung die Untersuchung und Markierung von Saat- und Blessgänsen in Brandenburg fortgesetzt werden. Hierbei werden nicht nur die einzelnen Vögel mit Halsmanschetten markiert, sondern auch auf den Vogelgrippevirus H5N1 sowie auf Bleischrotbelastung hin untersucht. Die Vögel werden mit gelben (Saatgänse) und schwarzen (Blessgänse) Halsringen markiert. Beobachtungen können wie die anderer markierter Gänse auch über geese.org gemeldet werden.
Besonderes Augenmerk soll dabei auf die Markierung der bedrohten Waldsaatgans gelegt werden, die mehrere bedeutende Rastplätze in Deutschland hat.

Junge Saatgans, beringt im August 2006 auf Kolguev

Saatgänse im Brutgebiet beringt

Während der Forschungsexpeditonen in das Brutgebiet der Gänse auf der Insel Kolguyev in der Barentssee wurden 2006 und 2007 Saatgänse mehr als 40 Saatgänse gefangen und markiert.

Bei speziellen Fragen zur Farbberingung von Saatgänsen wenden Sie sich bitte an Thomas Heinicke.