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Heimischer Brutvogel - die Graugans

Graugänse sind die historisch gesehen einzige einheimische Gänseart in Deutschland. Bereits im 18. Jahrhundert allerdings ist diese Art vielerorts ausgestorben. Ncah dem 2. Weltkrieg gab es nur noch einige Reliktvorkommen der Graugans in Brandenburg und Mecklenburg-Vorpommern. Beginnend am Ende der 1970er Jahre wurden Graugänse dann in vielen westdeutschen Bundesländern als Brutvogel wieder angesiedelt. Treibende Kräfte wären hierbei interessierte Jäger oder Gänsehalter, aber gerade in vielen städtischen Bereichen auch die Stadtverwaltungen, die sich eine höhere Attraktivität ihrer Parks davon versprachen.
Deutlich trennen muss man die einheimischen Brutvögel von den durchziehenden nordischen oder östlichen Graugänsen. Intensive Forschungen in Skandinavien belegen z.B. den traditionelle Gänsezug von Nordskandinavien bis nach Nordafrika.

Besenderung von Graugänsen in Niedersachsen

In einem gemeinsamen Projekt mit dem Institut für Vogelforschung (IfV) Vogelwarte Helgoland und dem Institut für Terrestrische und Aquatische Wildtierforschung (ITAW) wird seit 2016 das Verhalten der niedersächsischen Graugänse untersucht. Am Großen Meer (Ostfriesland), am Dümmer sowie an der Leine bei Sarstedt wurden mausernde Graugänse (und Familien) gefangen und markiert. Einige Gänse bekamen Halsbänder mit GPS-Sendern.
Hier können Sie die Graugänse auf ihren Wegen verfolgen

Markierte juvenile Graugans (c) H.Kruckenberg

Graugansmarkierungen in Deutschland

Wie fast im gesamten Verbreitungsgebiet der Graugans in Westeuropa werden mittlerweile auch in Deutschland wieder Graugänse gefangen, beringt und mit ablesbaren Zusatzmarkierungen versehen.
Momentan bekommen alle diese Vögel gelbe Halsmanschetten. Einige Vögel werden aber auch mit Fußringen markiert. Lesen Sie mehr.