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Forscher reisen den Gänsen hinterher

Die Blessgänse haben die Wintergebiete in Westeuropa verlassen und sind nach Nordosten abgezogen. Jetzt packen auch die Gänseforscher ihre Rucksäcke und reisen den Gänsen hinterher. Im Jahr 2006 waren es gleich drei große Expeditionen, die neue Daten und Fakten über die Europäische Blessgans erbrachten. So wurde Mitte April bis Mitte Mai der Durchzug der Bless- und Saatgänse am Ladoga-See in Karelien (Russland) untersucht.
Im Sommer brachen gleich zwei Expeditionen in die arktischen Brutgebiete der Blessgänse auf. Während ALTERRA erneut nach Taimyr reiste, zog es die deutschen Projektpartner gemeinsam mit russischen Kollegen aus St. Petersburg auf die nordrussische Eismeerinsel Kolgujew.
Für 2007 sind erneut Untersuchungen in den Olonetz-Fields am Ladoga-See geplant. Bereits Ende Mai brechen wieder zwei Forscherteams nach Taimyr und Kolgujew auf. In den kommenden Monaten können Sie hier mehr darüber erfahren.

Trittstein auf dem Zugweg in die Arktis - Olonets Fields

Das Vogelschutzgebiet "Olonetz Fields" am Ostufer des Ladoga-Sees in Karelien ist ein wichtiges Zwischenrastgebiet für die durchziehenden arktischen Gänse im westlichen Russland. Der größte See Europas ist ein attraktiver Schlafplatz für die Gänse, die landwirtschaftlichen Nutzflächen stellen optimale Nahrungsflächen in der ansonsten von Wäldern und Mooren dominierten Taiga dar.
Ende April bis Mitte Mai 2006 sowie im folgenden Frühjahr konnten wir hier wichtige Untersuchungen zur Bedeutung dieses Rastgebietes durchführen. Lesen Sie mehr.

Zwischenrast im zentralen Russland: Kologriv

Kostroma ist ein kleiner Nationalpark in der Nähe von Moskau. Auch hier herrscht absolute Jagdruhe und die Gänse sind daher gegenüber den Menschen sehr zutraulich. An einer Stelle in einer feuchten Niederung nahe des Ortes Kologriv werden alljährlich Blessgänse gefangen und mit Halsmanschetten markiert. Lesen Sie mehr.

Kolguyev ist nur mit dem Helikopter zu erreichen.

Untersuchungen im Brutgebiet - Kolguyev

Fernab fast jeder menschlicher Besiedlung 90km vor der Festlandsküste in der Barentssee liegt die Insel Kolguyev. Sie ist nur etwa so groß wie Belgien und doch brütet hier die Mehrzahl der westlichen Bless-, Nonnen- und Saatgänse. Die Insel bietet den Gänsen außergewöhnlich gute Lebensbedingungen: milde Temperaturen auch im Sommer, viele Wasserflächen und ausgedehnte Sümpfe und kaum Mücken. Außerdem leben hier keine Lemminge. Zwischen 2006 und 2008 sowie in den Jahren 2011 und 2012 konnten wir fünf Sommer lang das Familienleben der Gänse untersuchen. Lesen Sie mehr.

An den Flüssen Taimyrs mausern hunderttausende Blessgänse

Alles trifft sich zur Mauser - Taimyr

Am östlichen Rand des Verbreitungsgebietes liegt die Halbinsel Taimyr, an der Mündung des Jenesseij gelegen. In diesem Teil der Hocharktis, wo auch die Ringel- und Rothalsgänse brüten, findet sich ein zentraler Mauserplatz von Blessgänsen. Viele hunderttausend Vögel sammeln sich hier Ende Juni, um die spezifische Vegetation an den großen Seen für den rasanten Aufbau der neuen Schwungfedern zu nutzen. Neben den umfassenden Untersuchungen zur Brutbiologie der Ringelgänse sammelten die Kollegen vom niederländischen Institut Alterra auch weitere wichtige Daten und markierten mehrere hundert Blessgänse mit Halsmanschetten. Lesen Sie mehr.

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Internationales Polarjahr 2007 / 2008

Nach fünfzig Jahren findet sich die Gemeinschaft der Forschenden wieder zu einem Internationalen Polarjahr (engl. IPY) zusammen. In den Sommern 2007 und 2008 wollen die Polarforscher verstärkt international zusammenarbeiten und gemeinsame Projekte angehen. Ganz im Zentrum der diesmaligen Forschungsaktivitäten werden dabei Untersuchungen zu den Klimaveränderungen in der Arktis sowie zur arktischen Biodivdersität stehen.
Zum Internationalen Polarjahr lesen Sie hier mehr.
Zum Gänseprojekt auf der Internetseite des IPY hier..