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"Evert" kommt aus dem Eempolder

ZEE black wurde nach dem Gänsefänger E.L. Holweerf "Evert" genannt

Zwischen Amersfoort und Eemnes liegt der Eempolder. Hier bei Eemdijk wurde der Ganter ZEE black am 5.2.2006 gefangen und besendert. Nach seinem Fänger wurde er Evert benannt.
Am ersten Tag seiner Reise ist er zunächst nur quer durch den Eempolder geflogen und hat sich am Rande des Eemmeers zum Schlafen niedergelassen.
Evert hielt sich bis April im Eempolder auf und wechselte dann in den Oostvaarderplassen. Hier wurde er mit 80 Graugänsen vergesellschaftet beobachtet. Möglicherweise hat er aufgrund des harten Winters nicht genügend Kondition aufbauen können, um mit den Blessgänsen zurück in die Arktis zu fliegen. Allerdings brüten mittlerweile in den Niederlanden Blessgänse, die aus Gefangenschaft entlassen wurden. Mit großem Pech handelt es sich bei Evert um einen Vogel der niederländischen Population. Die Vögel sind im Winter nicht von den arktischen Vögeln zu unterscheiden.
Am 24.5. hielt Evert dann doch noch eine Überraschung bereit. Er begann nach Osten zu ziehen. Am 28.5. hält er sich bei Schwerin auf, am 31.5. rastet er im Naturschutzgebiet "Koblentzer See" bei Pasewalk.
Seit dem 28.6.2006 gibt es von dem Sender keine Daten mehr. Eine Nachsuche vor Ort blieb erfolglos. Allerdings bot das Gebiet mit großen Überflutungsflächen und Nasswiesen optimale Bedingungen, um erfolgreich zu mausern. Daher schließen wir nicht aus, dass der Vogel immernoch lebt und nur den Sender zerstört hatten.
Auf einer interaktiven Karte können Sie den Flug von Evert ansehen. Klicken Sie hier: Gänsetracking ZEE Evert

Everts Mauserplatz

So stellte sich der letzte Beobachtungsort von "Evert" Ende September dar

Gemeinsam mit W. Kraemer von der Unteren Naturschutzbehörde besuchte Jochen Bellebaum Ende September die Flächen östlich des Koblentzer Sees. Ausgerüstet mit einem GPS-Empfänger hofften sie, den Sender von Evert zu finden.
Das Gebiet wurde erst kürzlich durch Naturschutzmaßnahmen umgestaltet und war bis in den Juni großflächig überflutet. Eine Menge Graugänse hatten sich dort zum Mausern und auch Brüten versammelt. Die Weideflächen boten zu diesem Zeitpunkt guten Schutz vor Füchsen, reichlich Wasser und Nahrung.
Der Sender von Evert wurde bei der Suche ebenso wenig gefunden wie etwa ein Halsring. Daher nehmen wir derzeit an, dass Evert noch lebt und nur der Sender aus unklaren Gründen keine Daten mehr liefert. Sollten Beobachter den Vogel ZEE black (Evert) also im kommenden Winter sehen, bitten wir dringend auch auf den Rucksacksender zu achten. Hat er noch eine Antenne?