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Halsringe für Blessgänse

Übersicht über alle benutzten Halsringe: 1) Saat- und einige Blessgans ab 2005, 2) Blessgans ab 2005, 3) Blessgans ab 1998, 4) Taimyr 1991-1994, 5) Gülper See (Brandenburg) 1989-1993

Die Beringung von Vögeln wird seit mehr als 120 Jahren weltweit durchgeführt. Dies geschieht i.d.R. mit den "Vogelwartenringen" aus Aluminium, in die eine Nummer eingestanzt ist. Wird dieser Ring zurückgemeldet z.B. weil der Vogel geschossen oder tot aufgefunden wurde, kann man eine Menge über die Zugwege der einzelnen Arten erfahren.
Möchte die Wissenschaft aber mehr über das Leben der Vögel erfahren, so ist es entscheidend, von einem Vogel mehr als nur einen Fund zu bekommen. Hierfür benötigt man ablesbare Markierungen oder Sender. Während Sender nur eine begrenzte Laufzeit durch die Batterien haben, können ablesbare Fuß- oder Halsringe viele Jahre beobachtet werden und so Daten über einzelne Vögel liefern.
In diesem Forschungsprojekt konnten die Daten von ehemals drei Forschungsprojekten versammelt werden.
Bereits in den 1970er Jahren hatte Prof. Dr. Erich Rutschke am Gülper See in Brandenburg mit der Markierung von Bless- und Saatgänsen begonnen (Ringfarbe gelb). Hier wurden 1992/93 die letzten Vögel gefangen. Anfang der 1990er Jahre wurden von Dr. J.H. Mooij und I. Kostin auf Taimyr eine größere Zahl von Blessgänsen mit weißen Halsringen markiert und ab 1998 wurden durch die Universität Osnabrück und das Institut Alterra mehr als 6.600 Blessgänse mit schwarzen Halsringen versehen.
Die Ringe tragen jeweils 3 Zeichen (Buchstaben oder Zahlen) und werden jeweils in dieser Art "A01 black" benannt.
Insgesamt 11 Saatgänse wurden ebenfalls mit den schwarzen Halsringen markiert.

Schwarzes Halsband
Mintgrünes Halsband
Gelbes Halsband
Dunkelgrünes Halsband ohne Code
Deutlich kann man hier den Radiotelemetriesender sehen.
Fußringe mit Satellitensender

Saatgänse mit gelben Halsringen

Tundra-Saatgans mit gelbem Halsring

Seit Prof. Rutschke mit der Beringung von Saat- und Blessgänsen am Gülper See begonnen hat, sind viele Jahre vergangen. Dennoch leben auch heute noch einige Vögel aus diesem Projekt. Zudem wurden in den letzten drei Jahren noch einmal 100 Saatgänse mit gelben Halsringen in den Niederlanden markiert.

Die Beschriftung der Gänse besteht i.d.R. aus drei Zeichen (Zahl, Buchstabe, Zahl) in schwarzer Schrift auf gelbem Ring. Die drei Zeichen stehen dabei in einer Linie.
Mit diesen Halsringen wurden Anfang der 1990er Jahre ebenfalls 370 Blessgänse am Gülper See markiert.
Seit 2005/06 werden erneut Saatgänse mit gelben Halsringen in den Niederlanden, in den russischen Brutgebieten sowie in Brandenburg markiert. Sie können diese Halsringe ebenso melden wie die der Blessgänse.