Saatgänse mit Satellitensendern
Am 18.11.08 wurden im Tagebau Groitzscher Dreieck bei Lucka/Sachsen 28 Tundrasaatgänse gefangen und mit gelben Halsbändern (L50 bis L78) markiert. Auch bekamen drei Vögel (L55, L56 und L58; alles adulte Männchen) einen Satellitensender auf den Rücken geschnallt, damit man ihre Bewegungen im Überwinterungsgebiet und später ihren Zug in die Brutgebiete verfolgen kann. Die Untersuchungen sind Teil eines seit dem Winter 2007/08 laufenden Gänseprojektes, das vom Sächsischen Landesamt für Umwelt, Landwirtschaft und Geologie und der Sächsischen Vogelschutzwarte Neschwitz finanziert und geleitet wird und wichtige naturschutzfachliche Grundlagen für ein Gänsemanagement in NW-Sachsen erbringen soll.
Der erste Fernfund wurde auch bereits gemeldet: ein am 18.11. beringter Vogel war am 19.11. bereits in der Nähe von Meißen/Sachsen (>70 km vom Beringungsort) entfernt. Der überwiegende Teil der Vögel blieb allerdings in der Nähe des Fangplatzes und konnte an den Folgetagen im Umfeld des Beringungsortes kontrolliert werden. Darunter auch zwei der drei Sendervögel. Lesen Sie hier mehr.
Beringungsaktion im Oderbruch
Im Herbst 2007 konnte mit Unterstützung der niederländischen Gänsefängervereinigung die Untersuchung und Markierung von Saat- und Blessgänsen in Brandenburg fortgesetzt werden. Hierbei werden nicht nur die einzelnen Vögel mit Halsmanschetten markiert, sondern auch auf den Vogelgrippevirus H5N1 sowie auf Bleischrotbelastung hin untersucht. Die Vögel werden mit gelben (Saatgänse) und schwarzen (Blessgänse) Halsringen markiert. Beobachtungen können wie die anderer markierter Gänse auch über geese.org gemeldet werden.
Besonderes Augenmerk soll dabei auf die Markierung der bedrohten Waldsaatgans gelegt werden, die mehrere bedeutende Rastplätze in Deutschland hat.
Saatgänse im Brutgebiet beringt
Während der Forschungsexpeditonen in das Brutgebiet der Gänse auf der Insel Kolguyev in der Barentssee wurden 2006 und 2007 Saatgänse mehr als 40 Saatgänse gefangen und markiert.





