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Forschung für besseren Vogel- und Naturschutz
Gänsezähler versinken im Schnee

Volkszählung im Gänseland

Seit den 1960er Jahren werden alljährlich Mitte Januar die Wasservögel in Europa synchron erfasst. So geschah es auch in diesem Winter am 16./17. Januar. Die Ergebnisse werden in den kommenden Wochen zunächst von den Bundesländern und Nationalstaaten zusammengefasst und später bei Wetlands International gesammelt. Auf der Basis dieser Daten werden Bestandszahlen und -trends für die Wasservogelarten ermittelt.
In diesem Winter allerdings behinderten Schnee und Eis vielerorts die Durchführung der Zählungen. Gleichzeitig hat die kalte Witterund die Vögel weit nach Westen getrieben. Traditionelle Rastplätze waren oftmals nur mit wenigen Vögel besetzt oder gänzlich verwaist.

Blessgänse auf dem Zug (c) dutchlandscape.com

Cas und Kees senden nicht mehr

Die beiden besenderten Blessgänse Kees und Cas sind beide erneut in den Niederlanden angekommen. Doch seit Mitte November wurden von beiden Vögeln keine Signale mehr empfangen. Zur Zeit ist ihr Schicksal ungeklärt. Die kurzen Tage und das schlechte Wetter der letzten Wochen könnten bewirkt haben, dass die Solarzellen den Sender nicht ausreichend nachladen konnten.

Neu: Verteilungskarten 2006/07 und 2007/08

Die Verteilung der Beobachtungen von markierten Gänsen ist ein wichtiger Bestandsteil des Forschungsprogrammes. Naturgemäß ist die Erstellung von Karten erst einige Zeit nach den jeweiligen Wintern möglich, wenn wirklich alle Beobachtungen auch bei der Internetdatenbank www.geese.org eingegangen sind. Aktuell liegen jetzt neue Karten der Perioden 2006/07 und 2007/08 vor. Sehen Sie hier.

1AA schwarz wurde in der Slovakei beringt

Blessgänse in Slovakei markiert

Am 12. 3. 2009 wurde in der Slovakei die erste Blessgans mit einem Halsring (Code 1AA schwarz) markiert. Der Vogel war angeschossen aufgefunden worden und wurde nach erfolgreicher Pflege wieder entlassen.

Überreste der erbeuteten Blessgans © Marcel Koch

Seeadler erbeutet markierte Blessgans

Am 16. Januar beobachtete Marcel Koch einen Seeadler (Haliaeetus albicilla) mit einem großen Vogel in seinen Fängen. Der Seeadler flog an die Spitze des Deiches ganz in der Nähe vom "Gooimeer" bei Huizen in Noord-Holland (52 18' 18'' N , 5 18'29'' E, NL). Der Seeadler blieb den ganzen Tag bei seiner Beute.
Am 18.1.2009 kehrte Marcel an die Stelle zurück, da er daran interessiert war, um welche Beute es sich gehandelt hatte. Er fand einige Federn sowie vollständig abgefressene Knochen. Weiterhin fand er einen Metallring der Vogelwarte Arnhem und das Halsband "2HR schwarz". Ebenfalls hinterließ der Seeadler einen Speiballen von 11cm Länge mit Federn seiner Beute.
Es handelt sich bei diesem Fund um den ersten sicheren Nachweis einer von Seeadler erbeuteten Blessgans mit Halsband.

 

Ab Herbst 2008 kommen auch Zahlen als erstes Zeichen im Code vor

Neue Halsringtypen bei Blessgänsen

Seit November 2008 kommen nun auch Zahlen als erstes Zeichen bei der Codierung der schwarzen Halsringe vor. Grund ist, dass wir nun fast alle möglichen Buchstabenkombinationen in der schwarzen Halsringserie verbraucht haben. Daher bitten wir alle Beobachter, sehr genau auf die Aufschriften zu achten und nur wirklich sichere Ablesungen auf geese.org zu melden.

Kinderzählung im Gänseland

Der Bruterfolg von Vogelpopulationen ist ein wichtiges Fakt, um die Bestandsentwicklung vorherzusagen. Deshalb erfassen zahlreiche Ehrenamtliche alljährlich den Anteil der Jungvögel in den Gänsescharen. Lesen Sie die Ergebnisse von 2006/07 hier.