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Blessgansbeobachtungen aus ornitho.de

Die ersten Blässgänse erreichen Norddeutschland

30.09.2014 - Ende September erreichen die ersten Blässgänse Norddeutschland. Der Schwerpunkt liegt noch deutlich im Osten (Brandenburg und Mecklenburg-Vorpommern), doch auch in Niedersachsen und sogar in den Niederlanden wurden schon kleine Gruppen beobachtet. Haben Sie auch schon Gänse beobachtet? Bitte melden Sie diese unter ornitho.de!

Junge Zwerggans mit Satellitensender (c) G. Müskens

Besenderte Zwerggänse beginnen ihre Wanderung

Die Brutbestände der Zwerggans nehmen seit vielen Jahren insbesondere im westlichen Teil der Arktis dramatisch ab. Seit den 1980er Jahren engagiert sich die schwedische Jägerschaft intensiv für den Erhalt dieser Art in Schweden. Dazu gehört auch die Nachzucht von Zwerggänsen mit anschließender Auswilderung von jungen und vorjährigen Vögeln. Im Rahmen der Zusammenarbeit zwischen dem NABU Niedersachsen und den schwedischen sowie niederländischen Zwerggansschützern konnten in diesem Jahr fünf junge Zwerggänse mit Satellitensendern ausgestattet werden, um ihr Schicksal zu verfolgen. Lesen Sie hier mehr über die Wanderung der jungen Zwerggänse.

Nonnengänse verlassen das Wattenmeer und ziehen nach Norden

Nonnengänse bleiben lange Zeit im Wattenmeer

In der Nacht zum 20. Mai 2014 hat die letzte Abzugwelle der rastenden Nonnengänse begonnen. Für ihren langen Nonstop-Flug in die arktischen Brutgebiete benötigen die vögel erhebliche Fettreserven, die sich in den letzten Wochen in den Salzwiesen des Wattenmeeres angefressen haben. Jetzt fliegen die Gänse mit nur ganz kurzen Unterbrechungen in die Barentssee, wo sie bereits Mitte der nächsten Woche mit dem Nestbau beginnen.
Durch verschiedene Umweltveränderungen wie z.B. die Aufgabe der Grünlandwirtschaft in den baltischen Staaten, die Etablierung einer Brutpopulation auf dem ehemaligen Zwischenrastplatz Gotland sowie die generelle Bestandserholung der Nonnengans haben dazu geführt, dass diese ihr Zugverhalten ändern mussten. Statt - wie früher - Ende März in den Ostseeraum zu ziehen, müssen heute die meisten Gänse im Wattenmeer ausreichend Reserven aufbauen, um den Sprung bis an das Weiße Meer oder direkt zur Barentssee zu schaffen.

Die neuen Transmitter senden ihre Position über das Mobiltelefonnetz

GSM Gänsesender jetzt offline

Entschuldigung. Leider wurde die Übertragung unserer besenderten Vögel in den letzten Wochen massiv genutzt, um auf diese Sender Jagd zu machen. Wir haben uns daher entschieden, die Übertragung für die kommenden Wochen abzuschalten. Sobald die Gänse wieder in sicheren Gebieten sind, werden wir die Übertragung erneut zugänglich machen. Wir danken für Ihr Verständnis!

Video über Gänsefänger-Tradition

Wie fängt man Gänse nach alter friesischer Tradition? Dies und vieles mehr über eine Jahrhunderte alte Fangmethode erfahren Sie in diesem Video (auf niederländischer Sprache). Klicken Sie hier.

Erfolgreicher Fang in Ungarn: weitere Blessgänse besendert

Nach langem Warten ist es am 1. Dez. 2013 dann doch gelungen: gemeinsam mit ungarischen Kollegen konnten Andrea Kölzsch (MPI) und Gerhard Müskens (Alterra) in Ungarn 60 Blessgänse fangen und sechs von ihnen mit Satelliten- bzw. GSM-Sendern versehen. Alle Vögel bekamen zudem Halsbänder. Weitere Informationen folgen in Kürze.

Sascha mit "Logger-Gans"

Ableser aufgepasst: neuer Halsringtyp

Seit diesem Sommer gibt es erneut weiße Halsmanschetten mit einer dreistelligen Nummer. Diese Halsbänder enthalten integrierte GPS-Datenlogger, die mit Solar betrieben werden. Allerdings werden die Daten nicht über den Satelliten oder GSM gesendet, sondern müssen ausgelesen werden. geese.org sendet automatisch eine email an das Projekt wenn die Halsbänder gemeldet werden. Ziel der Untersuchung ist es, mehr über die Bewegungen ganzer Gänsefamilien zu erfahren: wie erlernen junge Gänse ihre Zugwege? Wer fliegt vorn und wer hinten? Wer erkundet neue Nahrungsflächen? Die Datenlogger speichern die Position der Vögel in sehr dichtem zeitlichen Abstand. Diese Datenmengen sind zu groß, um sie noch über den Satelliten oder das Telefonnetz auszutauschen. Über VHF-Funk ist dies aber möglich. Nur muss man zu diesem Zweck mit einem Lesegerät in die Nähe der Gans kommen. Aus diesem Grund werden alle Ableser gebeten, ihre Halsringe möglichst schnell bei geese.org einzugeben, damit die Vögel noch vor Ort angetroffen werden können. Mehr Informationen gibt es hier.

Zwerggänse (c) H. Kruckenberg

NABU-Projekt: Schutz der Zwerggans

Die Zwerggans ist die seltenste Gänseart der Nordhalbkugel. Ihr Bestand hat in den letzten 40 Jahren dramatisch abgenommen, so dass heute in Skandinavien nur noch ca. 90 Vögel leben. Ihre Wintergebiete liegen in Kasachstan, Ungarn, Bulgarien bis in den Irak, doch zieht auch ein Teil der Population in die Niederlande und durchquert daher auch Norddeutschland. Über die Zugwege und die Zwischenrastgebiete ist nichts bekannt. Aus diesem Grund startet der NABU Niedersachsen ein Projekt, in dem wichtige Grundlagen für einen effizienten Schutz dieser Art gelegt werden sollen. Lesen Sie hier weiter.

Kurzer Zwischenstopp in Bugrino

Kolguev 2013 - Erste Ergebnisse

Vom 3.-15. August waren wir gemeinsam mit der Arbeitsgruppe von Prof. Martin Wikelski vom Max Planck Institut für Ornithologie zu einer kurzen Expedition zurück auf Kolguev. Dort haben wir für verschiedene wissenschaftliche Fragestellungen Gänse gefangen und beringt.
Insgesamt wurden 350 Gänse gefangen. Von diesen bekamen 161 Bless- und 8 Saatgänse gravierte Halsmanschetten, vier junge Saatgänse bekamen weiße Fußringe. 22 Blessgänse wurden mit hochauflösenden GPS-Rucksacksendern versehen und tragen keine weitere Markierung. Lesen Sie hier weiter.

Dr. H. Kruckenberg, Vors. des IWWR e.V.

Interview zum Umgang mit Gänsen in Geo.de

Die Diskussion um den Umgang mit Sommergänsen in den Niederlanden ("Ganzenakkoord"), wo die massenhafte Tötung der dort brütenden Vögel angedacht wird, greift auch in Deutschland um sich. Aus diesem Grund gab Dr. Helmut Kruckenberg, international bekannter Wasservogelspezialist und Vorsitzender des IWWR e.V., ein Interview bei Geo.de. Lesen Sie über den "Konflikt" mit Gänsen im Sommer, einen alternativen Umgang mit diesen Tieren und die wissenschaftliche Meinung zum niederländischen Plan hier...

Fünf besenderte Blessgänse beginnen ihre Reise in Ungarn

Mit der ganzen Ausrüstung ist Gerhard Müskens zum Gänsefang nach Ungarn gereist

Mittels Raketennetz wurden am Morgen des 28. Feb. 2013 31 Blässgänse in Ungarn fangen. Alle Vögel wurden mit Halsmanschetten markiert und fünf von ihnen bekamen Satellitensender. Weitere Informationen zu den Gänsen finden Sie hier.
Die Wanderung der Blessgänse lässt sich auch online beobachten. Täglich übertragen die Vögel ihre Position über den Argos Satelliten. Diese Daten werden hier auf einer Karte dargestellt.

 

Achtung: neue Halsbänder

Auch im Winter 2012/13 werden wieder Blässgänse mit Halsbändern markiert. Leider sind die gewohnten Kombinationen aufgebraucht und wir waren gezwungen, die Verteilung von Buchstaben und Zahlen nun anders zu verwenden (siehe Bild). Bitte bei der Meldung über geese.org beachten: immer erst den aufrechten, dann die beiden gedrehten Zeichen melden.

Layout der neuen Halsmanschetten
bitte eingeben: BG4 bzw. AL7
Die Zahl brütender Alpenstrandläufer hat seit 1994 stark abgenommen.

Erschienen: Breeding waders on Kolguev Island 2006-2008

Ab sofort ist eine neue Publikation über unsere Forschungen auf Kolguev erschienen. Im Wader Study Group Bulletin berichten wir über brütende Watvögel auf Kolguev, ihre Habitatpräferenzen, Nestdichten und Entwicklung in den letzten 20 Jahren. Die vollständige Publikation finden Sie hier.

Brandkatastrophe: Spenden für russische Kollegen

Expeditionshütte vor und nach dem Brand Juli 2012

Während der Forschungsexpedition auf Kolguev kam es Ende Juli zu einem schweren Unfall: während eines Sturms brach in einer Hütte ein folgenschwerer Brand aus, der die Hütte, Ausrüstung, alle Verpflegung und sehr viele Daten zerstörte. Die Hütte war von den lokalen Rentierhütern ausgeliehen, die jetzt unseren russischen Kollegen persönlich für fast 10.000€ Schaden haftbar machen wollen.
Da Versicherungen in Russland nicht üblich sind und deutsche Versicherungen hier nicht eintreten, bitten wir um Spenden für die Kollegen. Lesen sie mehr.

Erschienen: Gänse fliegen auf der Grünen Welle

Wenn die arktischen Wildgänse im zeitigen Frühjahr in Richtung ihrer arktischen Brutgebiete aufbrechen, stehen sie unter gewaltigen energetischen Zwängen: einerseits benötigen sie sehr viel Energie für den anstrengenden Langstreckenzug, andererseits müssen sie für die erfolgreiche Aufzucht ihrer Küken Fettreserven mit in die Brutgebiete tragen. Gänseforscher aus Deutschland und den Niederlanden untersuchten nun anhand moderner Satellitentelemetrie den Gänsezug. Blässgänse, so fanden sie heraus, ziehen exakt mit der für sie optimalen Vegetationsentwicklung in die Arktis. Lesen Sie mehr.

Immer mehr Beobachtungen auch aus Süd- und Osteuropa

Die Suche nach markierten Wildgänsen wird auch in Süd- und Osteuropa immer populärer. Und die Gänsefreunde dort machen spannende Entdeckungen: immer mehr und mehr Ablesungen aus Italien, Bulgarien, Rumänien oder Ungarn belegen die Verbindungen zwischen den großen Mauserplätzen in der Arktis und den Wintergebieten.
Die aktuellste Beobachtung ist die Ablesung von "DLA schwarz" an den "Sacoșu Turcesc" Fischteichen in Rumänien durch Dehelean Luca am 11.1.2012.
Hier können auch Sie Ihre Beobachtungen online melden!

Gesucht werden Studenten, die gerne im Freiland arbeiten möchten

Mitarbeiter gesucht!

Für das kommende Jahr werden in einem gemeinsamen Projekt mit dem Institut für Vogelforschung (IfV) Studenten gesucht, die ihre Bachelor- oder Masterarbeiten zu einem Aspekt der Zugvogelforschung anfertigen wollen. Hierfür gibt es einige Themenvorschläge, aber auch die Möglichkeit, sich ggf. mit eigenen Vorstellungen einzubringen. Lesen Sie hier mehr!

Die Nordwestküste von Kolguev ist rau

Kolguev 2011: Expeditionsbericht

Die Kolguevexpedition 2011 konnte erfolgreich beendet werden. Auch im Juli und August wurde noch hart im Camp gearbeitet und geforscht. Die Kollegen Olga Pokrovskaya und Alexander Kondratyev berichten über die letzten Wochen der Arktisexpedition. Lesen Sie hier.

Gyula mit einem Weibchen (c) G. Kraft

Besenderte Gans kam bis Kasachstan

Am Morgen des 21. November 2010 wurde erneut eine besenderte Blessgans freigelassen. Diesmal wurde der Vogel auf der ungarischen Seite des Neusiedler Sees gefangen. Dabei handelt es sich um einen verpaarten Ganter mit zwei Jungvögel. Er wurde auf den Namen "Gyula" getauft und trägt einen mintgrünen Fußring mit dem Code "C" am rechten Bein. In Kürze wird man hier auch der Reise von Gyula wieder folgen können.
Am 25.Nov.2010 wurde Gyula mit seiner Familie in Meksikopuszta gesehen und fotografiert. Im März erreichte der Vogel während der Tagung der Goose Specialist Group Kalmykien. Gut einen Monat später wurde das letzte Signal aus Kasachstan empfangen. Lesen Sie mehr zu Gyula und verfolgen Sie seinen Zug.

31 Blessgänse wurden in Bulgarien mit Halsmanschetten versehen (c) S. Dench

Weitere Blessgänse in Bulgarien beringt

Mitarbeit des Bulgarischen Vogelschutzbundes (BSPB) und des Wildfowl & Wetlands Trust (WWT) konnten am 11.1.2011 sches Rothalsgänse und 31 Blessgänse in Bulgarien fangen. Alle Gänse wurden mit Farbringen bzw. Halsmanschetten markiert. Zusätzlich bekamen die Rothalsgänse Mini-GPS-Satellitensender auf den Rücken, um die Zugbewegungen der Gänse innerhalb ihres traditionellen Überwinterungsgebietes um die Seen Shabla und Durankulak zu untersuchen. Die Besendeurung ist ein Teil des Projektes "Conservation of the wintering population of the Red-breasted Goose”, das durch die Förderung der EU mit Life+-Mitteln ermöglicht wurde.

Gänsefang in Ungarn

Beringung in Meksikopuzta (Neusiedler See, HUG), (c) A. Pellinger

Der niederländische Gänsefänger Kees Polderdijk beringt in einem Gemeinschaftsprojekt von Birdlife Hungary (Projektkoordinator: Marta Ferenczi) und von dem Fertő-Hanság National Park (Zoologe: Attila Pellinger) seit dem 6. November Bless- und Saatgänse in Ungarn. Der Fangplatz liegt im Südteil des Neuseedlersees auf dem Salzbodengebiet. Das Ziel der Arbeit ist neue Daten über in dem Karpatenbecken durchziehende und überwinternde Population zu sammeln. Die wichtigste Frage ist die Verbindung mit zu den anderen Winterpopulationen in West- und Südosteuropa. In der ersten Woche haben sie trotz des ungünstigen Wetters und der wechselnden Aktivitat der Gänse auf den Maisstoppeln 16 Saatgänse, 5 Blessganse und 3 Graugänse gefangen (Stand 16.11.2010) und mit Halsmanschetten beringt.
In dem letzten 100 Jahren hat man in Ungarn nur zusammen 18 Saatganse und 9 Blessganse beringt, deshalb folgen viele Leute mit grosser Interesse das Projekt und warten auf die neuen Informationen.
Marta Ferenczi

Prof. A. Kondratyev mit markierter Saatgans

Expeditionsbericht Kanin 2010

Während der Kanin-Expedition unserer russisschen Kollegen im letzten Sommer konnten weitere 21 Saatgänse mit gelben Halsmanschetten markiert weerden. Diese wurde am Shoina-Fluss, 30km inlands von der Ortschaft Shoina gefangen.
Lesen Sie mehr.

Beringte Graugans (c) H. Kruckenberg

Graugansberingung in Deutschland

Seit 2008 werden in Deutschland wieder systematisch Graugänse mit Halsmanschetten beringt. Dies geschieht in zwei Projekten sowohl in Vorpommern als auch in den westdeutschen Bundesländern Nordrhein-Westfalen, Hessen und Niedersachsen. Hier finden Sie mehr Informationen über die deutsche Graugansforschung.

Neu: Verteilungskarten 2006/07 und 2007/08

Die Verteilung der Beobachtungen von markierten Gänsen ist ein wichtiger Bestandsteil des Forschungsprogrammes. Naturgemäß ist die Erstellung von Karten erst einige Zeit nach den jeweiligen Wintern möglich, wenn wirklich alle Beobachtungen auch bei der Internetdatenbank www.geese.org eingegangen sind. Aktuell liegen jetzt neue Karten der Perioden 2006/07 und 2007/08 vor. Sehen Sie hier.

Cover Kolguyev Zwischenbericht 2006

Neu: Expeditionsbericht Ladoga / Kolguyev 2006

Kruckenberg, H., A. Kondratyev, J.H, Mooij, C. Zöckler & E. Zaynagutdinova (2008): White-fronted Goose Flyway Population Status Interim Report of a preliminary study in 2006. Angewandte Feldbiologie 2: 1-77.

Auf 68 Seiten werden die Ergebnisse der Expeditionen zum Ladoga-See im April / Mai 2006, der Satellitenbesenderung im Frühjahr 2006 sowie der ersten Kolguyev-Expedition von Mai bis August 2006 vorgestellt. Der Bericht beeinhaltet zahlreiche Abbildungen und Fotos sowie einen umfangreichen Anhang mit Vogellisten des Ladoga-Gebietes und der Insel und Ergebnisse der Beringungen auf Kolguyev. Der Bericht ist in englischer Sprache, beeinhaltet aber eine umfangreiche deutsche und russische Zusammenfassung.
ISSN 1861-227X; 68 farbige Seiten DINA 5, 54 Abb. und Fotos. 18€ inkl. Versand. Verfügbar ab 7.Mai 2009. Bestellen.